Bei Betrugsverdacht: Gespräch beenden, selbst zurückrufen, vertraute Person einbeziehen. Wichtige Nummern →

Sie dürfen auflegen. Telefonbetrug erkennen, richtig reagieren, die Familie schützen.

Enkeltrick, Schockanruf, KI-Stimmenklon, Phishing: Betrüger arbeiten mit Druck und Höflichkeit. Diese Seite zeigt in Ruhe, woran Sie die Maschen erkennen – und was im Ernstfall zu tun ist.

Keine Werbung · Keine Datenweitergabe Quellen: BKA · BSI · Polizei · Verbraucherzentrale
Wenn das Telefon klingelt
  1. Ich lege auf, sobald es um Geld, Eile oder Geheimhaltung geht.

  2. Ich rufe selbst zurück – über die Nummer, die ich kenne.

  3. Ich frage nach unserem Familienpasswort, wenn angeblich die Familie in Not ist.

Unser Familienpasswort
Diesen Zettel ausdrucken und ans Telefon legen →
Inhalte basieren auf Quellen von:
Bundeskriminalamt (BKA)
BSI – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Polizeiliche Kriminalprävention
Verbraucherzentrale Deutschland
🔔 Derzeit besonders häufig im Umlauf Stand: Juni 2026
Warnsignale

Diese Zeichen weisen auf Betrug hin

Wenn auch nur eines dieser Signale auftritt: auflegen. Betrüger bauen auf Ihr Höflichkeitsgefühl – aber Auflegen ist keine Unhöflichkeit, sondern Selbstschutz.

  • Enormer Zeitdruck: „Sofort!", „Jetzt gleich!", „Kein Warten!" Druck erzeugen ist die wichtigste Taktik von Betrügern.
  • Sie sollen es geheim halten – vor Familie und Freunden Echte Behörden verlangen keine Geheimhaltung.
  • Bargeld, Gold oder Gutschein-Codes sollen übergeben werden Keine echte Behörde fordert Bargeld oder Gutscheine.
  • Ein Fremder soll Ihre Wertsachen „sicherstellen" oder abholen Echte Polizisten holen keine Wertgegenstände ab.
Weitere 8 Warnsignale anzeigen
  • Jemand fordert Ihre Kontodaten, PIN oder Passwörter Ihre Bank fragt Sie niemals per Telefon nach der PIN.
  • Sie sollen ein Programm auf Ihrem Computer installieren Microsoft und andere rufen Sie niemals unaufgefordert an.
  • Eine rührende Geschichte weckt Ihr Mitgefühl oder Ihre Angst Emotionaler Druck ist kalkuliert – nicht zufällig.
  • Die Stimme klingt vertraut, aber irgendetwas fühlt sich falsch an KI kann Stimmen täuschend echt nachahmen. Fragen Sie nach dem Familienpasswort.
  • Sie sollen am Geldautomaten Geld abheben Keine Behörde lässt sich Geld über den Automaten auszahlen.
  • Ein Link in einer E-Mail oder SMS soll angeklickt werden Gehen Sie immer direkt auf die offizielle Website – nie per Link.
  • Beim Videoanruf ruckelt das Bild oder das Gesicht wirkt unnatürlich Deepfake-Technologie kann heute täuschend realistisch wirken.
  • Ein Gewinn oder eine Erbschaft verlangt eine Vorauszahlung Wer echte Gewinne auszahlt, zieht keine Gebühren ab.
💡 Der einfachste Schutz: Ihr Anrufbeantworter

Gehen Sie bei unbekannten Nummern nicht ans Telefon. Wer Sie wirklich erreichen will, spricht auf den Anrufbeantworter – Betrüger legen fast immer auf. Hören Sie die Nachricht in Ruhe ab und rufen Sie nur zurück, wenn Sie den Anrufer kennen.

Betrugsmaschen

Die häufigsten Betrugsmaschen

Jede Masche arbeitet mit Druck, Vertrauen oder Angst. Oben steht jeweils, was am Telefon wirklich gesagt wird – diese Sätze sollten Sie wiedererkennen. Darunter: was dahintersteckt und was Sie tun.

Der Enkeltrick

Oma, ich bin's! Rate mal wer… du erkennst mich doch noch, oder?

Jemand ruft an und behauptet, Ihr Enkel oder ein nahes Familienmitglied zu sein. Er brauche dringend Geld – für einen Unfall, eine Operation oder Kaution. Er bittet Sie, niemandem davon zu erzählen.

Legen Sie auf. Rufen Sie Ihren Enkel direkt auf der bekannten Nummer an.

Der Schockanruf

Dies ist ein Notfall! Ihre Tochter hat jemanden überfahren. Wir benötigen sofort 15.000 Euro Kaution

Eine angebliche Polizistin oder ein Staatsanwalt ruft an: Ihr Kind habe einen tödlichen Unfall verursacht. Nur sofortige Kautionszahlung verhindert Gefängnis.

Echte Behörden fordern niemals Bargeld oder Überweisungen am Telefon.

Falsche Polizeibeamte

Wir müssen Ihre Wertsachen heute Nacht in polizeiliche Verwahrung nehmen – zu Ihrem Schutz

Uniformierte erscheinen an der Tür oder rufen an: Eine Einbrecherbande sei unterwegs, Ihre Ersparnisse seien in Gefahr. Sie sollen Schmuck und Bargeld „sicherstellen" lassen. Manchmal wird im Display „110" gefälscht.

Rufen Sie selbst 110 an – niemals eine vom Anrufer genannte Nummer.

Phishing-E-Mails

Ihr Konto wurde gesperrt – bitte sofort bestätigen

Eine E-Mail sieht täuschend echt aus: Logo der Sparkasse, DHL oder PayPal. Sie sollen auf einen Link klicken und Ihre Kontodaten bestätigen – „wegen neuer Sicherheitsregeln".

Klicken Sie keine Links in E-Mails an. Rufen Sie Ihre Bank-Website direkt auf.

WhatsApp-Betrug

Kannst du mir schnell 500 € überweisen? Ich erkläre alles später. Danke Mama ❤️

Sie erhalten eine Nachricht von einer unbekannten Nummer: „Hallo Mama, ich habe ein neues Handy. Alte Nummer löschen." Es folgt eine dringende Bitte um Geld.

Rufen Sie Ihr Kind sofort auf der alten Nummer an – bevor Sie irgendetwas tun.

Microsoft-Betrug

WARNUNG: Ihr Computer wurde infiziert. Rufen Sie sofort 0800-… an

Ein lauter Alarm auf dem Computer: „Virus erkannt – rufen Sie sofort Microsoft an!" Oder jemand ruft an und behauptet, Ihr PC sei gehackt. Sie sollen ein Fernwartungsprogramm installieren.

Microsoft ruft Sie niemals ungefragt an. Computer ausschalten, nichts installieren.

KI-Stimmenklon Neu

Sie hören die Stimme Ihres Sohnes: „Papa, ich stecke in Schwierigkeiten. Überweise sofort Geld

Kriminelle nutzen kurze Sprachaufnahmen – etwa aus Social-Media-Videos – und erstellen per KI eine Kopie der Stimme, die dem Original sehr ähnlich klingen kann.

Vereinbaren Sie ein Familienpasswort. Fragen Sie immer danach.

Deepfake-Videoanruf Neu

Ein Videoanruf von „Ihrer Tochter": Sie sieht aufgewühlt aus und bittet dringend um Geld

Bei Videoanrufen kann das Gesicht eines Betrügers mithilfe von KI-Software in Echtzeit durch das Gesicht einer anderen Person ersetzt werden. Diese Technik ist bereits dokumentiert und wird in Betrugsfällen eingesetzt.

Legen Sie auf und rufen Sie Ihr Kind sofort auf der gespeicherten Nummer zurück.

Romance-Scam

Nach 3 Monaten täglicher Nachrichten: „Ich brauche 2.000 € für den Rückflug zu dir

Auf Dating-Plattformen entsteht über Wochen eine intensive Beziehung. Die Person – oft ein Arzt oder Ingenieur im Ausland – bittet dann um finanzielle Hilfe. Das persönliche Treffen findet nie statt.

Überweisen Sie niemals Geld an jemanden, den Sie noch nie persönlich getroffen haben.

Sofort handeln

Was tun bei Verdacht auf Betrug?

Ruhig bleiben. Betrüger bauen auf Panik. Sie haben immer Zeit, innezuhalten.

  1. Sofort auflegen oder Tür schließen Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Ein einfaches Auflegen ist völlig in Ordnung – und schützt Sie.
  2. Vertraute Person anrufen Rufen Sie sofort ein Familienmitglied oder Freund an und schildern Sie die Situation. Allein entscheiden ist nicht nötig.
  3. Kein Geld übergeben oder überweisen Warten Sie ab, auch wenn der Druck groß ist. Geld, das einmal übergeben wurde, ist fast immer verloren.
  4. Polizei unter 110 anrufen oder Anzeige erstatten Erstatten Sie Anzeige – auch wenn kein Schaden entstanden ist. Das schützt andere und hilft der Strafverfolgung. Online: onlinewache.polizei.de
  5. Bank informieren (bei Überweisungen) Rufen Sie sofort 116 116 an (Sperrnotruf) oder die Nummer auf Ihrer Girocard. Jede Minute zählt.
  6. Familie und Nachbarn warnen Erzählen Sie davon – das kann weitere Betrugsversuche in Ihrer Umgebung verhindern.
Kontakte im Ernstfall

Wen Sie wann kontaktieren sollten

Nicht jede Situation ist ein Notruf. Diese Übersicht ordnet die wichtigsten Anlaufstellen nach Anlass.

Polizei
Akute Gefahr, Täter an der Tür oder laufende Geldübergabe
110
WEISSER RING
Vertrauliche Hilfe nach Betrug, Bedrohung oder Überforderung
116 006
Karten-Sperrnotruf
Karten, Online-Banking oder Zugangsdaten sperren lassen
116 116
BSI Bürger-Hotline
Beratung bei Phishing, Schadsoftware und IT-Sicherheitsfragen
0800 274 1000
Telefonseelsorge
Anonymes Gespräch, wenn Angst oder Scham zu groß wird
0800 111 0 111
KI-Schutz

Das Familienpasswort

KI kann die Stimme Ihrer Kinder oder Enkel täuschend echt imitieren – mit nur wenigen Sekunden Aufnahme aus einem Social-Media-Video. Ein geheimes Familienpasswort (auch Codewort genannt) macht solche Anrufe sofort entlarvbar: Wer es nicht nennen kann, ist kein Familienmitglied.

1
Familienpasswort wählen

Ein ungewöhnliches Wort, das nichts mit Ihrer Familie zu tun hat – kein Name, kein Geburtstag. Zum Beispiel: „Goldammer" oder „Seestern".

2
Persönlich weitergeben

Teilen Sie das Wort nur persönlich oder per Brief mit. Nie per SMS oder E-Mail – das kann abgefangen werden.

3
Im Notfall abfragen

Wenn jemand anruft und Geld fordert: Nur fragen – „Wie lautet unser Familienpasswort?" Kein Erklären, kein Diskutieren.

4
Regelmäßig erneuern

Ändern Sie das Familienpasswort einmal im Jahr oder wenn Sie vermuten, dass es bekannt geworden ist.

Warum das so wichtig ist: Moderne KI-Werkzeuge können aus kurzen, öffentlich verfügbaren Sprachaufnahmen – etwa aus Social-Media-Videos – stimmliche Kopien erstellen. Das BSI und die Polizei weisen ausdrücklich auf diese Betrugsform hin. Ein vereinbartes Familienpasswort ist ein wirksamer Schutz dagegen.
Downloads

Schutzunterlagen zum Herunterladen

Ausdruckbar, ohne Anmeldung. Für den eigenen Gebrauch und zur Weitergabe an Angehörige.

Für Sie persönlich

Persönliches Schutzpaket

  • 8 Warnsignale mit Erklärung
  • Telefonscript: Was sage ich?
  • Notfallkarte zum Ausschneiden
  • Persönliche Schutz-Checkliste

PDF · 5 Seiten · Gratis · ohne Anmeldung

Schutzpaket herunterladen

Für die ganze Familie

Familienpaket

  • Familienpasswort-Anleitung für alle
  • So erkläre ich es meinen Eltern
  • Notfallplan bei Betrug
  • Grundlagen digitaler Sicherheit verständlich erklärt
  • Checkliste Familiengespräch

PDF · 6 Seiten · Gratis · ohne Anmeldung

Familienpaket herunterladen

Tipp: Drucken Sie die Notfallkarte (Seite 4 im Schutzpaket) aus und legen Sie sie neben das Telefon. Das Familienpaket eignet sich als Gesprächsgrundlage beim nächsten Familientreffen.

Opferhilfe

Es ist passiert – was jetzt?

Kein Vorwurf. Kein Versagen. Betrüger gehen professionell vor und nutzen bewusst psychologischen Druck und Überrumpelung. Es ist kein Zeichen von Schwäche, Opfer zu werden. Es ist ein Verbrechen – und die Täter tragen die alleinige Schuld.
  1. Kontakt zu einer Vertrauensperson aufnehmen Informieren Sie sofort ein Familienmitglied oder eine enge Vertrauensperson. Gemeinsam lassen sich die nächsten Schritte ruhiger abwägen.
  2. Bank sofort anrufen – Überweisung stoppen Rufen Sie die Nummer auf Ihrer Girocard an oder wählen Sie 116 116 (Sperrnotruf). Jede Minute zählt.
  3. Polizei: Anzeige erstatten unter 110 oder online Erstatten Sie Anzeige – auch wenn das Geld weg ist. Online möglich unter: onlinewache.polizei.de
  4. Kontoauszüge und Belege sichern Sammeln Sie alle Belege: Überweisungsquittungen, Screenshots, Nachrichten. Diese Unterlagen sind wichtig für die Anzeige und eventuell für Rückbuchungsverfahren.
  5. Kostenlose Opferhilfe: WEISSER RING anrufen Kostenlose, vertrauliche Beratung – emotional und praktisch, rund um die Uhr.
Zur Sprache bringen hilft: Viele Betroffene schweigen aus Scham und erstatten keine Anzeige – das kommt den Tätern zugute. Jede Anzeige, auch ohne Aussicht auf Rückerstattung, hilft der Polizei, Betrugsnetzwerke zu identifizieren und weitere Opfer zu schützen.
Checkliste

Persönliche Schutz-Checkliste

Drucken Sie diese Liste aus und legen Sie sie neben das Telefon. Sprechen Sie sie auch mit Angehörigen durch.

  • Ich gebe niemals meine PIN, Kontodaten oder Passwörter am Telefon weiter.
  • Ich übergebe kein Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen.
  • Ich installiere keine unbekannten Programme auf meinem Computer.
  • Ich klicke keine Links in unbekannten SMS oder E-Mails an.
  • Ich nutze einen Anrufbeantworter – unbekannte Nummern rufe ich nicht zurück.
  • Ich bespreche ungewöhnliche Anrufe sofort mit einem Familienmitglied.
  • Polizei (110), Bank und Familie sind in meinem Telefon gespeichert.
  • Ich stehe unter keinem Druck: Ich habe immer Zeit, in Ruhe nachzudenken.
  • Ich habe ein Familienpasswort mit meiner Familie vereinbart.
  • Bei Verdacht: auflegen und sofort Polizei 110 anrufen.
Videoaufklärung

Erklärvideos von Polizei, BSI & Verbraucherzentrale

Offizielle Videos von staatlichen Stellen und Verbraucherschutzorganisationen.

Die Videos werden erst nach Ihrem Klick von YouTube geladen. YouTube speichert dann Daten gemäß deren Datenschutzerklärung.

Enkeltrick & Schockanruf
Polizei NRW

Enkeltrick & Schockanruf erkennen

Polizei NRW erklärt die Maschen und zeigt, wie man sich schützt.

Quelle: Polizei NRW – YouTube

Phishing & Online-Betrug
Verbraucherzentrale

Phishing-E-Mails erkennen

Verbraucherzentrale zeigt, wie gefälschte E-Mails aussehen und was zu tun ist.

Quelle: Verbraucherzentrale – YouTube

Sicher im Internet
BSI – Bund

Sicher online: Tipps für Senioren

Das BSI erklärt, wie man sicher surft, E-Mails prüft und Passwörter schützt.

Quelle: BSI – YouTube
Ratgeber

Gezielte Hilfe zu einzelnen Betrugsmaschen

Die sechs meistgebrauchten Ratgeber direkt hier – alle 21 Themen finden Sie in der Gesamtübersicht.

Notfall-Entscheidungshilfe

Was ist gerade passiert? Die passende Reaktion für Anruf, Phishing, Überweisung oder Fernzugriff.

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Telefonbetrug erkennen

Warnsignale, typische Gesprächsmuster und die sichere Sofortreaktion.

Ratgeber öffnen →
Schockanruf

Angeblicher Unfall, Kaution oder Haft: Was Sie sofort tun sollten.

Ratgeber öffnen →
Falsche Bankmitarbeiter

Warum Ihre Bank niemals TAN oder PIN am Telefon abfragt.

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Betrugs-Quiz

Hätten Sie es erkannt? Testen Sie sich an 10 echten Situationen.

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Mit Angehörigen sprechen

Ein Gesprächsleitfaden ohne Vorwurf, Angst und Scham.

Leitfaden öffnen →
Weiterführende Quellen

Offizielle Stellen & Informationsquellen

Verlässliche Informationen direkt von Polizei, Verbraucherschutz und staatlichen Behörden.

Polizeiliche Kriminalprävention

Offizielle Tipps und aktuelle Betrugsmaschen von der Polizei Deutschland.

polizei-beratung.de ↗
BSI für Bürger

Tipps des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.

BSI für Verbraucher ↗
Verbraucherzentrale

Beratung bei Betrug und unseriösen Angeboten – auch vor Ort in Ihrer Nähe.

verbraucherzentrale.de ↗
Watchlist Internet

Aktuelle Warnungen vor Phishing-Seiten, Fake-Shops und betrügerischen E-Mails.

watchlist-internet.at ↗