Kostenlose Aufklärung

Betrüger schlagen täglich zu –
hier erfahren Sie, wie Sie sich schützen.

Telefonbetrug, gefälschte E-Mails, falsche Polizisten, KI-Stimmenklone: Kriminelle nutzen das Vertrauen älterer Menschen gezielt aus. Diese Seite zeigt Ihnen die wichtigsten Maschen – einfach erklärt.

Maschen kennenlernen & schützen →
745 Mio. €
Schaden durch KI-gestützten Betrug – allein 2024
BKA / ad-hoc-news 2025
555.000
Betrügerische Anrufe – blockiert im Januar 2025
Bundesnetzagentur 2025
+86 %
Anstieg der KI-Betrugsfälle gegenüber Vorjahr
Europol Cybercrime Report 2024
Aufklärung

Die häufigsten Betrugsmaschen

Lernen Sie die Tricks kennen – damit Sie sie sofort erkennen.

Klassischer Telefonbetrug
Der Enkeltrick

Jemand ruft an und behauptet, Ihr Enkel oder ein nahes Familienmitglied zu sein. Er brauche dringend Geld – für einen Autounfall, eine Operation oder Kaution. Er bittet Sie, niemandem davon zu erzählen.

Typischer Satz: „Oma, ich bin's! Rate mal wer… du erkennst mich doch noch, oder?"
Legen Sie auf. Rufen Sie Ihren Enkel direkt auf der bekannten Nummer an.
Angst als Waffe
Der Schockanruf

Eine angebliche Polizistin oder ein Staatsanwalt ruft an: Ihr Kind habe einen tödlichen Unfall verursacht und sitze in Untersuchungshaft. Nur eine sofortige Kautionszahlung könne eine Gefängnisstrafe verhindern.

Typischer Satz: „Dies ist ein Notfall! Ihre Tochter hat jemanden überfahren. Wir benötigen sofort 15.000 Euro Kaution."
Echte Behörden fordern niemals Bargeld oder Überweisungen am Telefon.
Persönlicher Besuch oder Anruf
Falsche Polizeibeamte

Uniformierte erscheinen an der Tür oder rufen an: Eine Einbrecherbande sei unterwegs, Ihre Ersparnisse seien in Gefahr. Sie sollen Schmuck, Bargeld und Kontozugangsdaten „sicherstellen" lassen. Manchmal wird im Display die Nummer „110" gefälscht.

Typischer Satz: „Wir müssen Ihre Wertsachen heute Nacht in polizeiliche Verwahrung nehmen – zu Ihrem eigenen Schutz."
Rufen Sie selbst die 110 an – niemals eine vom Anrufer genannte Nummer.
Gefälschte Bankpost & Pakete
Phishing-E-Mails

Eine E-Mail sieht täuschend echt aus: Logo der Sparkasse, DHL oder PayPal. Sie werden aufgefordert, auf einen Link zu klicken und Ihre Kontodaten zu bestätigen – „wegen neuer Sicherheitsregeln". Die Seite dahinter ist eine Falle.

Typischer Betreff: „Ihr Konto wurde gesperrt – bitte sofort bestätigen"
Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails. Öffnen Sie Ihre Bank-Website selbst.
„Mama, ich hab ein neues Handy"
WhatsApp-Betrug

Sie erhalten eine Nachricht von einer unbekannten Nummer: „Hallo Mama, ich habe ein neues Handy. Alte Nummer löschen." Es folgt eine dringende Bitte um Geld für eine unbezahlte Rechnung.

Typische Nachricht: „Kannst du mir schnell 500 € per Überweisung schicken? Ich erkläre alles später. Danke Mama ❤️"
Rufen Sie die alte Nummer Ihres Kindes an – sofort, bevor Sie Geld schicken.
„Ihr Computer ist infiziert"
Microsoft-Betrug

Ein lauter Alarm auf dem Computer: „Achtung! Virus erkannt – rufen Sie sofort Microsoft an!" Oder jemand ruft Sie an und behauptet, Ihr PC sei gehackt. Sie sollen ein Fernwartungsprogramm installieren.

Typische Meldung: „WARNUNG: Ihr Computer wurde mit einem Virus infiziert. Rufen Sie sofort 0800-… an."
Microsoft ruft Sie niemals ungefragt an. Schalten Sie den Computer aus.
„Sie haben gewonnen!"
Gewinnbenachrichtigung

Per Brief, E-Mail oder Anruf: Sie haben angeblich einen Preis gewonnen – ein Auto, Bargeld oder eine Reise. Aber um den Gewinn zu erhalten, müssen Sie erst „Bearbeitungsgebühren" im Voraus zahlen. Den Gewinn gibt es natürlich nie.

Typischer Brief: „Herzlichen Glückwunsch! Sie haben 35.000 € gewonnen. Zahlen Sie jetzt die Bearbeitungsgebühr von 89 €."
An einem echten Gewinnspiel, das Sie nicht kennen, haben Sie nicht gewonnen.
Liebesbetrug im Internet
Romance-Scam

Auf Dating-Plattformen entsteht über Wochen eine intensive Beziehung. Die Person – oft ein attraktiver Arzt oder Ingenieur im Ausland – bittet dann um finanzielle Hilfe. Das persönliche Treffen findet nie statt.

Typische Situation: Nach 3 Monaten täglicher Nachrichten: „Ich brauche dringend 2.000 € für den Rückflug zu dir."
Überweisen Sie niemals Geld an jemanden, den Sie noch nie persönlich getroffen haben.
Betrug per SMS
Smishing

Eine SMS von DHL, der Post oder Ihrer Bank: Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Klicken Sie auf diesen Link, um einen neuen Liefertermin zu wählen. Hinter dem Link steckt eine Falle.

Typische SMS: „DHL: Ihr Paket (Nr. 48291) liegt bereit. Bitte bestätigen Sie hier: [verdächtiger Link]"
Klicken Sie keine SMS-Links an. Verfolgen Sie Pakete nur auf offiziellen Websites.
Gefälschte Stimme per KI
KI-Stimmenklon-Betrug Neu

Kriminelle nehmen eine kurze Sprachaufnahme Ihres Kindes – z.B. aus einem Instagram-Video – und erstellen per KI eine täuschend echte Kopie der Stimme. Dann rufen sie Sie damit an. Die Stimme klingt exakt wie Ihr Kind.

Typische Situation: Sie hören die Stimme Ihres Sohnes: „Papa, ich stecke in großen Schwierigkeiten. Bitte überweise sofort Geld."
Vereinbaren Sie ein geheimes Codewort mit Ihrer Familie. Fragen Sie immer danach.
Gefälschtes Gesicht per KI
Deepfake-Videoanruf Neu

Bei Videoanrufen über WhatsApp oder FaceTime kann das Gesicht eines Betrügers in Echtzeit durch das Gesicht Ihres Kindes ersetzt werden. Sie sehen Ihr Kind – aber sprechen mit einem Fremden.

Typische Situation: Ein Videoanruf von „Ihrer Tochter": Sie sieht aufgewühlt aus, weint und bittet dringend um Geld.
Legen Sie auf und rufen Sie Ihr Kind sofort auf der gespeicherten Nummer zurück.
Kostenlos & sofort

Schutzpakete zum Herunterladen

Professionell gestaltet, ausdruckbar, weitergabefähig. Komplett kostenlos – ohne Anmeldung.

Für Sie persönlich
Persönliches Schutzpaket
  • 8 Warnsignale mit Erklärung
  • Telefonscript: Was sage ich?
  • Notfallkarte zum Ausschneiden
  • Persönliche Schutz-Checkliste
PDF · 5 Seiten Gratis
↓ Schutzpaket herunterladen
Für die ganze Familie
Familienpaket
  • Codewort-Anleitung für alle
  • So erkläre ich es meinen Eltern
  • Notfallplan bei Betrug
  • Digitale Sicherheit einfach erklärt
  • Checkliste Familiengespräch
PDF · 6 Seiten Gratis
↓ Familienpaket herunterladen

Tipp: Drucken Sie die Notfallkarte (Seite 4 im Schutzpaket) aus und legen Sie sie neben das Telefon. Das Familienpaket eignet sich als Gesprächsgrundlage beim nächsten Familientreffen.

Erkennen

Warnsignale – sofort auflegen

Wenn eines dieser Zeichen auftritt, handelt es sich fast sicher um Betrug.

Die wichtigste Regel: Sie dürfen jederzeit auflegen – ohne sich zu erklären. Betrüger bauen auf Ihr Höflichkeitsgefühl. Auflegen schützt Sie.
Jemand macht enormen Zeitdruck: „Sofort!", „Jetzt gleich!"
Sie sollen es geheim halten – auch vor Familie und Freunden
Bargeld, Gold oder Gutschein-Codes sollen übergeben werden
Ein Fremder soll Ihre Wertsachen „abholen"
Jemand fordert Ihre Kontodaten, PIN oder Passwörter
Sie sollen ein Programm auf Ihrem Computer installieren
Eine rührende Geschichte soll Ihr Mitgefühl wecken
Eine Ihnen unbekannte Rufnummer ruft an
Sie sollen am Geldautomaten Geld abheben
Jemand braucht Geld aus dem Ausland
Ein Gewinn verlangt eine Vorauszahlung
Ein Link in einer E-Mail oder SMS soll angeklickt werden
Die Stimme klingt vertraut, aber etwas fühlt sich komisch an
Beim Videoanruf ruckelt das Bild oder das Gesicht wirkt seltsam
Handeln

Was tun bei Telefonbetrug?

Ruhig bleiben. Betrüger bauen auf Panik. Sie haben immer Zeit, innezuhalten.

  1. Sofort auflegen oder Tür schließen Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Ein einfaches Auflegen ist völlig in Ordnung.
  2. Vertraute Person anrufen Rufen Sie sofort ein Familienmitglied oder einen Freund an und schildern Sie die Situation.
  3. Niemals Geld übergeben oder überweisen Warten Sie ab, auch wenn der Druck groß ist. Geld, das einmal übergeben wurde, ist meist weg.
  4. Polizei unter 110 anrufen Erstatten Sie Anzeige – auch wenn kein Schaden entstanden ist. Das hilft anderen, geschützt zu werden.
  5. Bank informieren (bei Überweisungen) Rufen Sie sofort Ihre Bank an. In manchen Fällen kann eine Überweisung noch gestoppt werden.
  6. Warnen Sie andere Erzählen Sie Familienmitgliedern und Nachbarn davon – das kann weiteren Betrug verhindern.
Opferhilfe

Es ist passiert – was jetzt?

Kein Vorwurf, kein Versagen. Betrüger sind Profis. Jetzt zählt jede Minute – und Sie sind nicht allein.
  1. Ruhe bewahren – Sie haben nichts falsch gemacht Betrüger sind hochprofessionell und manipulieren selbst wachsame Menschen. Scham ist fehl am Platz. Das Wichtigste jetzt: handeln.
  2. Bank sofort anrufen – Überweisung stoppen Rufen Sie sofort die Nummer auf Ihrer Girocard an oder wählen Sie 116 116 (Sperrnotruf). Jede Minute zählt.
  3. Polizei: Anzeige erstatten unter 110 oder online Erstatten Sie Anzeige – auch wenn das Geld weg ist. Online möglich unter: onlinewache.polizei.de
  4. Vertrauensperson informieren Erzählen Sie einem Familienmitglied davon – nicht um Vorwürfe zu machen, sondern damit jemand an Ihrer Seite ist.
  5. Kostenlose Opferhilfe: WEISSER RING anrufen Der WEISSER RING e.V. bietet kostenlose, vertrauliche Beratung – emotional und praktisch, rund um die Uhr.
Das müssen Sie wissen: „Ich hätte das doch erkennen müssen" – diesen Satz hören wir von fast allen Betroffenen. Die Wahrheit ist: Betrüger nutzen ausgeklügelte psychologische Techniken, die darauf ausgelegt sind, jeden zu täuschen. Auch kluge und erfahrene Menschen fallen darauf herein. Es ist keine Schwäche – es ist ein Verbrechen.
Notrufnummern

Wichtige Nummern bei Betrug

Speichern Sie diese Nummern in Ihrem Telefon.

Polizei-Notruf

Bei akutem Betrug oder wenn jemand an der Tür steht

110

WEISSER RING

Kostenlose Opferhilfe – vertraulich, rund um die Uhr

116 006

Karten-Sperrnotruf

Giro- und Kreditkarten sofort sperren lassen

116 116

BSI Bürger-Hotline

Kostenlose Beratung zu Cybersicherheit – Mo–Fr

0800 274 1000

Telefonseelsorge

Kostenlos, anonym – rund um die Uhr für Sie da

0800 111 0 111
Selbstschutz

Meine persönliche Schutz-Checkliste

Drucken Sie diese Liste aus und hängen Sie sie ans Telefon.

  • Ich gebe niemals meine PIN, Kontodaten oder Passwörter am Telefon weiter.
  • Ich übergebe kein Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen.
  • Ich installiere keine unbekannten Programme auf meinem Computer.
  • Ich klicke keine Links in unbekannten SMS oder E-Mails an.
  • Ich nutze einen Anrufbeantworter und rufe unbekannte Nummern nicht zurück.
  • Ich bespreche ungewöhnliche Anrufe sofort mit einem Familienmitglied.
  • Wichtige Nummern (Polizei, Bank, Familie) sind in meinem Telefon gespeichert.
  • Ich stehe unter keinem Druck: Ich habe immer Zeit, in Ruhe nachzudenken.
  • Bei Verdacht: auflegen und Polizei unter 110 anrufen.
  • Ich habe diese Seite mit meiner Familie geteilt.
🖨 Liste drucken
KI-Schutz

Das Familienpasswort

KI kann die Stimme Ihrer Kinder oder Enkel täuschend echt imitieren. Ein geheimes Codewort, das nur Ihre Familie kennt, macht solche Anrufe sofort entlarvbar. Wenn jemand das Wort nicht nennen kann – ist es kein Familienmitglied.

Codewort wählen

Ein ungewöhnliches Wort, das nichts mit Ihrer Familie zu tun hat. Kein Name, kein Geburtstag. Zum Beispiel: „Goldammer" oder „Seestern".

Mit allen teilen

Teilen Sie das Wort persönlich oder per Brief mit jedem Familienmitglied. Nie per SMS oder E-Mail – das kann abgefangen werden.

Im Notfall abfragen

Wenn jemand anruft und Geld fordert: Fragen Sie nach dem Codewort. Kein Erklären, kein Diskutieren – nur: „Wie lautet unser Codewort?"

Regelmäßig erneuern

Ändern Sie das Codewort einmal im Jahr oder wenn Sie vermuten, dass es bekannt geworden sein könnte.

Behörden-Videos

Videobeispiele von Polizei & BSI

Offizielle Aufklärungsvideos von Polizei und Verbraucherschutz – kostenlos und seriös.

Die Videos werden erst nach einem Klick von YouTube geladen. YouTube speichert dann Daten gemäß deren Datenschutzerklärung.

Enkeltrick & Schockanruf
Polizei NRW

Enkeltrick & Schockanruf erkennen

Polizei NRW erklärt die Maschen und zeigt, wie man sich schützt.

Quelle: Polizei NRW – YouTube

Phishing & Online-Betrug
Verbraucherzentrale

Phishing-E-Mails erkennen

Verbraucherzentrale zeigt, wie gefälschte E-Mails aussehen und was zu tun ist.

Quelle: Verbraucherzentrale – YouTube

Sicher im Internet
BSI – Bund

Sicher online: Tipps für Senioren

Das BSI erklärt, wie man sicher surft, E-Mails prüft und Passwörter schützt.

Quelle: BSI – YouTube
Weiterführend

Seriöse Quellen & Behörden

Offizielle Informationen von Polizei und Verbraucherschutz

Polizeiliche Kriminalprävention

Offizielle Tipps und aktuelle Betrugsmaschen von der Polizei Deutschland.

polizei-beratung.de ↗

BSI für Bürger

Tipps des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik für sicheres Surfen.

bsi.bund.de/buerger ↗

Verbraucherzentrale

Beratung bei Betrug und unseriösen Angeboten – auch vor Ort in Ihrer Nähe.

verbraucherzentrale.de ↗

Watchlist Internet

Aktuelle Warnungen vor Phishing-Seiten, Fake-Shops und betrügerischen E-Mails.

watchlist-internet.at ↗