Enkeltrick-Verdacht? Auflegen und Angehörige über bekannte Nummer anrufen.
Falsche Angehörige

Enkeltrick erkennen und sicher reagieren

Beim Enkeltrick nutzt jemand Nähe und Vertrauen. Der Anruf wirkt persönlich, die Geschichte ist dringend, und am Ende soll Geld schnell und möglichst heimlich übergeben oder überwiesen werden.

So läuft der Enkeltrick oft ab

  1. Kontaktaufnahme

    Die Person meldet sich mit „Rate mal, wer dran ist“ oder behauptet, ein neues Handy zu haben.

  2. Notlage

    Es geht um Unfall, Wohnungskauf, Krankenhaus, Kaution oder eine angeblich letzte Frist.

  3. Geldforderung

    Sie sollen Bargeld, Schmuck oder eine Überweisung bereitstellen.

  4. Abholung

    Eine fremde Person soll das Geld abholen, weil der angebliche Angehörige selbst nicht kommen kann.

Schutzregeln gegen den Enkeltrick

  • Keine Geldübergabe an fremde Personen.
  • Keine Überweisung nach einem Anruf oder einer Chatnachricht.
  • Immer über eine bekannte Nummer zurückrufen.
  • Familienpasswort vereinbaren und konsequent abfragen.
  • Bei Druck oder geplanter Abholung sofort 110 wählen.

Familienpasswort

Ein Familienpasswort sollte ungewöhnlich sein und nicht aus Namen, Geburtsdaten, Haustieren oder öffentlichen Informationen bestehen. Es wird persönlich vereinbart und nicht per Messenger verschickt.

Familienregel: Ohne Passwort gibt es keine Überweisung, keine Übergabe und keine vertrauliche Hilfe per Telefon.

Häufige Fragen

Ist der Enkeltrick nur ein Telefonproblem?

Nein. Ähnliche Maschen gibt es per WhatsApp, SMS, E-Mail und inzwischen auch mit künstlich erzeugten Stimmen.

Was mache ich, wenn die Stimme echt klingt?

Bleiben Sie bei der Regel: auflegen, bekannte Nummer wählen, Familienpasswort prüfen.

Soll ich Anzeige erstatten?

Ja, auch bei einem Versuch. Anzeigen helfen, Muster und Tätergruppen zu erkennen.

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