1. Die frohe Botschaft
Ein Anrufer gratuliert Ihnen zu einem Gewinn. Oft heißt es, Sie hätten vor Monaten an einem Gewinnspiel teilgenommen. Die Stimme klingt freundlich und seriös.
„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ – ein Auto, eine hohe Geldsumme, eine Reise. Nur eine Kleinigkeit fehle noch: eine Gebühr, eine Steuer, ein paar Gutscheinkarten. Genau hier beginnt der Betrug. Den versprochenen Gewinn gibt es nicht.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · Quellen: Polizei, BSI, Verbraucherzentrale
Ein Anrufer gratuliert Ihnen zu einem Gewinn. Oft heißt es, Sie hätten vor Monaten an einem Gewinnspiel teilgenommen. Die Stimme klingt freundlich und seriös.
Bevor der Gewinn ausgezahlt werden kann, sollen Sie zahlen: eine „Bearbeitungsgebühr“, eine „Gewinnsteuer“, „Transportkosten“ oder Gutscheinkarten aus dem Supermarkt.
Wer einmal zahlt, wird wieder angerufen. Immer neue „letzte Hürden“ tauchen auf. Die Anrufe werden hartnäckiger, manchmal sogar drohend. Der Gewinn kommt nie.
Ein echter Gewinn kostet nichts. Ich zahle nicht. Auf Wiederhören.
Sie müssen nichts begründen. Auflegen genügt.
Kein seriöses Unternehmen verlangt Gutscheinkarten. Das Gespräch ist beendet.
Gutscheinkarten-Codes sind wie Bargeld: einmal vorgelesen, ist das Geld weg.
Dann verfällt er eben. Ich lege jetzt auf.
Zeitdruck ist ein klassisches Druckmittel. Es gibt nichts zu verlieren – der Gewinn existiert nicht.
Sie müssen nicht höflich bleiben und nichts erklären. Legen Sie einfach auf, sobald von einem Gewinn gegen Zahlung die Rede ist.
Überweisen Sie kein Geld, kaufen Sie keine Gutscheinkarten und nennen Sie keine Kontodaten, keine Adresse und kein Geburtsdatum.
Melden Sie die Nummer bei der Bundesnetzagentur unter dem Stichwort Rufnummernmissbrauch (www.bundesnetzagentur.de). Das hilft, die Nummern abschalten zu lassen.
Haben Sie schon gezahlt? Informieren Sie sofort Ihre Bank – vielleicht lässt sich die Zahlung stoppen. Sperren Sie Karten im Zweifel über den Sperr-Notruf 116 116 und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Kein Grund zur Scham: Die Anrufer sind geschult, freundlich und hartnäckig. Sie wecken gezielt Hoffnung. Darauf hereinzufallen kann jedem passieren – wichtig ist, jetzt die richtigen Schritte zu gehen und andere zu warnen.
Nein. Bei einem echten Gewinn müssen Sie niemals vorab Gebühren, Steuern oder Transportkosten zahlen. Wer Geld verlangt, bevor er auszahlt, ist ein Betrüger.
Gutscheinkarten-Codes sind wie Bargeld: Einmal vorgelesen, ist das Geld weg und kaum zurückzuholen. Genau deshalb fordern Betrüger sie. Kein seriöses Unternehmen lässt sich mit Gutscheinkarten bezahlen.
Legen Sie einfach auf, Sie müssen nichts erklären. Melden Sie die Rufnummer bei der Bundesnetzagentur unter dem Stichwort Rufnummernmissbrauch (www.bundesnetzagentur.de). Wenn Sie bereits gezahlt haben, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.