1. Der Köder
Anrufe von angeblichen „Anlageberatern“, Anzeigen in sozialen Netzwerken oder gefälschte Berichte, in denen Prominente angeblich für eine Plattform werben. Versprochen werden hohe, „garantierte“ Renditen – oft mit Krypto-Anlagen.
Ein Anruf, eine Anzeige im Internet oder angebliche Promi-Werbung: Hohe Gewinne, „garantiert“ und ganz ohne Risiko – oft mit Kryptowährungen. Wer einsteigt, sieht zunächst scheinbare Gewinne auf einem Bildschirm. In Wahrheit ist das Geld vom ersten Euro an verloren. So durchschauen Sie die Masche.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · Quellen: Polizei, BSI, Verbraucherzentrale
Anrufe von angeblichen „Anlageberatern“, Anzeigen in sozialen Netzwerken oder gefälschte Berichte, in denen Prominente angeblich für eine Plattform werben. Versprochen werden hohe, „garantierte“ Renditen – oft mit Krypto-Anlagen.
Sie sollen erst einmal einen kleinen Betrag anlegen, etwa 250 Euro. Kurz darauf zeigt ein professionell aussehendes Gewinn-Dashboard, wie Ihr Geld scheinbar wächst. Diese Zahlen sind frei erfunden.
Ein persönlicher „Broker“ ruft regelmäßig an, lobt Ihre Gewinne und drängt zu immer höheren Einzahlungen. Manche Opfer nehmen sogar Kredite auf.
Wollen Sie sich Geld auszahlen lassen, kommt die Falle: Erst müsse eine „Steuer“ oder „Gebühr“ überwiesen werden. Auch dieses Geld ist verloren. Eine Auszahlung gibt es nie.
Garantierte hohe Rendite gibt es nicht. Das Gespräch ist beendet.
Dieser eine Satz entlarvt jeden unseriösen Anbieter. Sie müssen nicht diskutieren.
Dann lassen Sie mir bitte zuerst meine bisherigen Gewinne auszahlen.
An dieser Bitte scheitern alle Betrugsplattformen. Kommt keine Auszahlung, kommt auch kein weiteres Geld.
Steuern zahle ich an das Finanzamt, nicht an eine Plattform. Ich überweise nichts mehr.
Echte Steuern werden von Gewinnen einbehalten oder ans Finanzamt gezahlt – nie vorab an einen „Broker“.
Suchen Sie den Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin (www.bafin.de). Keine Erlaubnis oder sogar eine Warnung der BaFin? Finger weg.
Seriöse Anlageberatung drängt nicht. Nehmen Sie sich Tage oder Wochen Zeit und besprechen Sie die Anlage mit Ihrer Hausbank, der Verbraucherzentrale oder Angehörigen.
Sind Sie bereits eingestiegen: Überweisen Sie nichts mehr – keine „Steuern“, keine „Freischaltgebühren“. Jede weitere Zahlung ist verloren.
Rufen Sie sofort Ihre Bank an. Frische Überweisungen lassen sich manchmal noch stoppen. Sperren Sie bei herausgegebenen Kartendaten über den Sperr-Notruf 116 116.
Sichern Sie alles: Kontoauszüge, E-Mails, Chatverläufe, Namen, Telefonnummern, Internetadressen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Unterstützung für Betroffene bietet auch der WEISSE RING unter 116 006.
Kein Grund zur Scham: Diese Plattformen sehen aus wie echte Banken-Websites, die „Broker“ sind rhetorisch geschult und melden sich über Monate. Auf so eine Inszenierung kann jeder hereinfallen. Wichtig ist, jetzt keine weiteren Zahlungen zu leisten und sich Hilfe zu holen.
Nein. Hohe Rendite bedeutet immer hohes Risiko. Wer Ihnen hohe Gewinne garantiert, lügt. Solche Versprechen sind das sicherste Erkennungszeichen für Anlagebetrug.
Nein. Die angezeigten Gewinne sind oft frei erfunden. Betrüger bauen täuschend echte Dashboards, in denen Ihr Guthaben scheinbar wächst. Der Test ist die Auszahlung: Wenn Sie Ihr Geld nicht ausgezahlt bekommen oder vorher angebliche Steuern zahlen sollen, ist es Betrug.
Prüfen Sie den Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin (www.bafin.de). Finanzdienstleister brauchen in Deutschland eine Erlaubnis. Steht der Anbieter dort nicht oder gibt es sogar eine BaFin-Warnung: Finger weg. Lassen Sie sich zusätzlich von Ihrer Hausbank oder der Verbraucherzentrale beraten.